VORWORT DES
VORSTANDSVORSITZENDEN

Das Jahr 2012Byron Haynes

Die letzten Jahre waren durch einen tiefgreifenden Strukturwandel des globalen Bankensektors gekennzeichnet. Diese Änderungen in der Finanzwelt waren die Reaktion auf die rasch eskalierende Kredit- und Staatsschuldenkrise, die durch den Zusammenbruch großer Banken, insbesondere im Jahr 2008, ausgelöst wurde. Weitere Herausforderungen für den Sektor stellten der Einbruch des Wirtschaftswachstums in weiten Teilen Europas und die niedrigen Markt- und Leitzinssätze der letzten drei Jahre dar.

Neben der Liquidität, die den Banken seitens der Europäischen Zentralbank („EZB“) zur Förderung ihrer Geschäftstätigkeit und zur Senkung des Zinsniveaus im Interbankgeschäft zur Verfügung gestellt wurde, richtete sich der Fokus der Aufsichtsbehörden nunmehr verstärkt auf die Regulierung der Banken, insbesondere auf strengere Kapital- und Liquiditätsvorschriften, die in die bevorstehende Einführung der Basel III-Regelungen mündeten. Weitere Maßnahmen sind geplant, wie die Einführung des Single Rule Book zur gemeinsamen Einlagensicherung oder zum Bankeninsolvenzrecht, um eine bestmögliche Harmonisierung innerhalb der EU zu erreichen.

Das unmittelbare wirtschaftliche Umfeld hat sich indessen weiter verschlechtert: Das Wachstum ist schwach oder gänzlich zum Stillstand gekommen, während die Zinssätze auf ein Rekordtief gefallen und die Kosten durch die Bankenregulierung gestiegen sind. Wie bereits in den letzten Jahren setzte die BAWAG P.S.K. auch 2012 vorausschauend und erfolgreich auf ein diszipliniertes Kapital- und Liquiditätsmanagement und hat ihrer Geschäftsstrategie entsprechend in den Ausbau und das nachhaltige Wachstum ihres Kerngeschäftes investiert.

Kapitaloptimierung

Als erste Maßnahme zur Kapitaloptimierung konnte im März 2012 der Rückkauf des Großteils der Hybridkapitalpapiere von den Inhabern (Nominalwert 262 Mio EUR; 65 % des Emissionsvolumens) erfolgreich abgeschlossen werden. Die Österreichische Finanzmarktaufsicht („FMA“) hat die Rückzahlung der Hybridinstrumente genehmigt und zugleich die Emission von Ersatzkapital nach Basel III bis Ende 2012 gefordert. Diese Maßnahmen haben die Core Equity Tier I Quote („CET I“) der Bank um rund 50 Basispunkte verbessert.

Darüber hinaus hat die Bank 2012 ihr Programm zur Optimierung der risikogewichteten Aktiva (RWA) weitergeführt, das die zielgerichtete Allokation risikogewichteter Aktiva zur Unterstützung ihrer Kunden im Privat- und Firmenkundengeschäft weiter vorantreibt. Insgesamt wurden die RWA im Geschäftsjahr 2012 um 2,6 Mrd EUR reduziert.

Im österreichischen Firmenkundensegment konzentrierte sich die Bank verstärkt auf ihre Kunden im Inland und setzte das erfolgreiche Business Solution Partner-Konzept fort. Das österreichische Firmenkundengeschäft wird auch in Zukunft ein integraler Bestandteil des Vertriebs- und Geschäftsmodells der Bank sein. Wie bereits in der Vergangenheit liegt das Ziel der Bank darin, ihre Kapitalmittel nach verantwortungsbewussten betriebswirtschaftlichen Kriterien zur Unterstützung ihrer Kunden zur Verfügung zu stellen. In diesem Sinne werden wir finanzielle Ressourcen in jenen Sparten einsetzen, in denen wir stabile und nachhaltige Kundenbeziehungen langfristig aufbauen und pflegen können. Um ihre Kunden besser betreuen zu können, wurden die Verkaufs- und Produktteams der Bank in einer zentralen Organisation zusammengeführt, die ihren Kunden Kapital- und Finanzierungslösungen für sämtliche Finanzierungsbedürfnisse anbietet.

Im September 2012 hat der Vorstand die weitgehende Einstellung des Eigenhandels beschlossen, da diese Sparte – trotz sehr konstanter und starker Ergebnisse der letzten Jahre – aufgrund fortschreitender Veränderungen und steigender regulatorischer Kosten weniger profitabel wird. Das frei gewordene Kapital wird künftig im Kundengeschäft eingesetzt. Von der Entscheidung, diese Sparte einzustellen, profitiert auch unser strategisches Kredit- und Investmentgeschäft. Dies bedeutet allerdings nicht, dass wir alle unsere Handelsaktivitäten einstellen, denn diese bleiben weiterhin für die Bank von essenzieller Bedeutung. Der Schwerpunkt unserer Handelstätigkeit wird in Zukunft auf der Absicherung und strategischen Positionierung von Zins- und Währungsaktivitäten und vor allem auf der Unterstützung unserer Firmenkunden bei deren Bilanz-, Zins- und Währungsmanagement liegen.

Kapitalzufuhr und Vereinfachung der Holdingstruktur

Am 28. Dezember 2012 gab die BAWAG P.S.K. eine Kapitalzufuhr durch die bisherigen Aktionäre und Investoren in Höhe von 200 Mio EUR bekannt. Cerberus Capital Management, L.P. und deren verbundene Gesellschaften („Cerberus“) bleiben mit 51,78 % Mehrheitsaktionäre. Cerberus zeichnete die Kapitalaufstockung und übernahm deren Großteil. Die Kapitalaufstockung wurde weiters von GoldenTree Asset Management L.P. und deren verbundene Gesellschaften („GoldenTree“, eine US-Vermögensverwaltungsgesellschaft) gezeichnet, die mit 39,46 % zu bedeutenden Minderheitsaktionären wurden. Mit der Kapitalzufuhr verpflichteten sich Aktionäre und Investoren der BAWAG P.S.K. Holdinggesellschaften gleichzeitig, die Kapitalstruktur der Kreditinstitutsgruppe zu straffen und zu vereinfachen, um den künftigen regulatorischen Basel III-Anforderungen nun voll zu entsprechen. Österreichische Investoren wie die Österreichische Post AG, die Generali Holding Vienna AG und die Wüstenrot Wohnungswirtschaft registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung sind nach wie vor - wenn auch nun in einem geringeren Ausmaß - indirekt am Grundkapital der Bank beteiligt.

Mit diesem Investment setzten die Anteilseigner und Investoren ein deutliches Zeichen für die Fortsetzung ihres finanziellen Engagements bei der BAWAG P.S.K. und bewiesen damit auch ihr substanzielles Vertrauen in die Fähigkeit der Bank, durch die Umsetzung ihrer Strategie nachhaltige Profitabilität zu erzielen.

Die Kapitalzufuhr in Höhe von 200 Mio EUR wurde mit 31. Dezember 2012 wirksam und dient auch als Ersatzkapitalbeschaffung gemäß FMA-Auflage im Rahmen der Genehmigung der Rückzahlung der Hybridkapitalinstrumente im März 2012.

Durch die Kapitalzufuhr und die Maßnahmen zur Kapitaloptimierung haben sich die Kapitalkennzahlen der Bank weiter verbessert. So liegt die CET 1 Kapitalquote der BAWAG P.S.K. basierend auf risikogewichteten Aktiva gemäß Basel 2.5 per 31. Dezember 2012 bei 11,0 % (2011: 7,8 %), die Tier I Kapitalquote (gemäß Basel 2.5) bei 11,7 % (2011: 9,6 %) sowie die Eigenmittelquote bei 13,8 % (2011: 12,3 %). Damit sind die Basel III-Anforderungen auf allen Ebenen der BAWAG P.S.K. Kreditinstitutsgruppe mehr als erfüllt.

Vorbehaltlich der behördlichen Zustimmung plant die BAWAG P.S.K. bis 30. Juni 2013 eine Rückzahlung des staatlichen Partizipationskapitals im Nominale von 50 Mio EUR. Damit wäre die BAWAG P.S.K. die erste Bank in Österreich, die einen Teilbetrag ihres Partizipationskapitals zurückzahlt.

Kerngeschäft – Privatkunden

Die Bank hat 2012 den Ausbau und das Wachstum ihres  Privatkundengeschäfts erfolgreich fortgesetzt und gleichzeitig die Optimierung und Neuausstattung des Filialnetzes vorangetrieben. Über 90 % der geplanten, mit der Österreichischen Post AG gemeinsam betriebenen Filialen sind bereits eröffnet und in Betrieb. Nach Abschluss der Filial-Offensive im ersten Halbjahr 2013 wird unseren Kunden das größte zentral gesteuerte Multi-Kanal-Netzwerk mit rund 500 modern ausgestatteten Filialen in Österreich zur Verfügung stehen.

Die BAWAG P.S.K. legt besonderes Augenmerk auf das Angebot transparenter, verständlicher Produkte und Dienstleistungen für unsere Privatkunden, wie etwa die beliebte KontoBox und die 2012 eingeführten Produkte KreditBox und SparBox. Beide entsprechen dem innovativen Box-Konzept und ergänzen das Retail-Produktsortiment der Bank. Um unser Ziel, die Marktführerschaft auf dem Gebiet des Intuitive Bankings zu erreichen, hat die BAWAG P.S.K. im Geschäftsjahr 2012 weiter in ihr e-Banking-Angebot und in mobile Applikationen investiert. Die easybank, eine 100 %ige Tochter der BAWAG P.S.K., verzeichnete mit über 2,2 Mrd EUR Einlagen ein Rekordjahr.

Kerngeschäft – Firmenkunden

Das Firmenkundengeschäft war 2012 in Österreich mit einem schwierigen und herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert. Die Neukreditnachfrage war schwach, da Investitionsvorhaben vor dem Hintergrund der schlechten Konjunktur aufgeschoben werden, während die Zinssätze auf ein außergewöhnlich tiefes Niveau sanken. Die Refinanzierungskosten hingegen stiegen während des Jahres 2012 kontinuierlich an.

In diesem herausfordernden Umfeld gelang es dem österreichischen Firmenkundengeschäft außerordentlich gut, sich neu zu positionieren und auf seine Kunden zu refokussieren. Gleichzeitig wird Kapital für weitere Kredite an unsere Kunden frei. Durch die Zusammenführung unserer Produktmanager und Kundenbetreuer konnten wir unsere Dienstleistungen weiter verbessern.

Im Geschäftsjahr 2012 konnten das Kreditportfolio des internationalen Geschäfts ausgeweitet und Rekordeinnahmen erzielt werden. Gleichzeitig wurden die strengen Anforderungen bezüglich risikoadäquater Renditen erfüllt.

2012 setzte die Bank die Veräußerung einer Reihe nicht zum Kerngeschäft gehörender Bereiche und Vermögenswerte fort. Die BAWAG Banka d.d. (eine slowenische Banktochter) wurde im Dezember auf die BAWAG P.S.K. verschmolzen. Das Leasinggeschäft in Zentral- und Osteuropa ist im Auslaufen begriffen: So wurde etwa das Leasinggeschäft in Polen im Februar 2013 verkauft. Kürzlich hat die Bank bekannt gegeben, dass sich das Fuhrparkmanagement-Leasinggeschäft im Verkaufsprozess befindet. In Zukunft wird die Bank ihren Fokus auf das KFZ-Leasinggeschäft legen, das unter dem effizienten Einsatz von Kapital attraktive Werte für die Bank generieren wird.

Effizienz- und Produktivitätssteigerungsprogramm

Ein weiterer und wichtiger Teil der Strategie der Bank ist ein proaktives und umsichtiges Kostenmanagement. Auch die Schaffung eines möglichst flexiblen Geschäftsmodells zur Erfüllung der Kundenbedürfnisse spielt eine wesentliche Rolle. Angesichts des sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeldes und des Strukturwandels in der Bankenbranche hat die BAWAG P.S.K. ihre Aktivitäten im Rahmen des Effizienz- und Produktivitätssteigerungsprogramms, das im Jahr 2010 gestartet wurde und auf eine Senkung des Personal- und Sachaufwandes abzielt, im Berichtsjahr beschleunigt.

Neue Vorstandsstruktur

Christoph Raninger gab im September sein Ausscheiden per Jahresende aus der Bank bekannt (seine Funktion im Vorstand endete mit 31. Oktober 2012). Sanjay Sharma kündigte im Dezember an, er werde die Bank mit 31. März 2013 verlassen (seine Tätigkeit im Vorstand endete mit 31. Dezember 2012). Ich möchte hiermit die Gelegenheit nutzen, um Sanjay Sharma und Christoph Raninger für ihre Unterstützung und ihren Beitrag in den vergangenen Jahren zu danken. Ich wünsche ihnen beiden alles Gute für die Zukunft.

Am 21. Dezember 2012 wurde eine neue Vorstandsstruktur bekannt gegeben, die seit 1. Januar 2013 in Kraft ist. Der Leiter des Bereichs Strategie und Volkswirtschaft der BAWAG P.S.K., Corey Pinkston, wechselte in den Vorstand, zuständig für das Ressort Corporate & Financial Markets (einschließlich International Business und Leasing). Wolfgang Klein übernahm interimistisch die Aufgaben des Chief Operating Officer („COO“). Er wird in Zukunft für den Ausbau durchgängiger Prozesse zuständig sein und sich auf die Bereitstellung von Front-End zu Back-Office-Funktionen zur Unterstützung des Privatkundengeschäfts konzentrieren.

Darüber hinaus wurde Wolfgang Klein per 1. Januar 2013 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt, was die fortgesetzte strategische Bedeutung des Privatkundengeschäfts für die BAWAG P.S.K. zum Ausdruck bringt.

Diese neue Struktur des Vorstands entspricht zur Gänze unserer Zielsetzung einer organisatorischen Vereinfachung sowie unserem Geschäftsmodell, das den Fokus auf unser Kerngeschäft und auf eine Verbesserung unserer Dienstleistungen auf Basis durchgängiger effizienter Prozesse und Produktivität legt.

Ich freue mich sehr, Corey Pinkston als neues Vorstandsmitglied und Wolfgang Klein mit seinen zusätzlichen Agenden als stellvertretender Vorstandsvorsitzender und interimistischer COO im Vorstand der BAWAG P.S.K. begrüßen zu dürfen.

Operative Performance der BAWAG P.S.K.

Trotz des schwierigen Umfelds hat die BAWAG P.S.K. im Geschäftsjahr 2012 ein solides Ergebnis erzielt.

Der Jahresüberschuss vor Steuern (ohne Restrukturierungsaufwendungen und Fremdanteile) für das Geschäftsjahr 2012 liegt mit 153,4 Mio EUR auf dem Niveau des Jahresüberschusses vor Steuern 2011 von 156,0 Mio EUR (ohne Restrukturierungsaufwendungen und Fremdanteile). Dies zeigt die Stärke der BAWAG P.S.K., auch unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen, nachhaltige Gewinne zu erzielen.

  • Die Operativen Kernerträge (Core Revenues) von 792,1 Mio EUR (inklusive Nettozinsertrag von 597,4 Mio EUR und Provisionsüberschuss von 194,7 Mio EUR) gingen gegenüber 2011 um 7,2 % (61,7 Mio EUR) zurück. Der Nettozinsertrag sank infolge des niedrigeren Zinsniveaus und der Maßnahmen zur RWA-Optimierung. Trotz der geringeren Operativen Kernerträge beliefen sich die Operativen Erträge 2012 auf 931,8 Mio EUR und waren damit um 8,1 Mio EUR höher als 2011. Dies ist auf deutlich höhere Erträge in der Position „Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten“ zurückzuführen.
  • Das straffe Kostenmanagement der Bank zeigt weiter zufrieden stellende Ergebnisse. So waren die operativen Aufwendungen (ohne Bankenabgabe und Restrukturierungsaufwendungen) mit 604,5 Mio EUR um nur 11,6 Mio EUR oder 2,0 % höher als im Vorjahr, obwohl auch 2012 erhebliche Investitionen in die wachsenden Geschäftsfelder, inklusive „Filial-Offensive“, getätigt wurden.
  • Die Cost-Income-Ratio (ohne Restrukturierungsaufwendungen und Bankenabgabe) entspricht mit 64,9 % in etwa jener des Jahres 2011.
  • Die Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich 2012 auf 43,2 Mio EUR (2011: 20,3 Mio EUR) und stellen einen notwendigen Beitrag dar, durch den die BAWAG P.S.K. in den kommenden Jahren nachhaltige Gewinne realisieren wird. Diese Aufwendungen werden es der Bank ermöglichen, ihr Restrukturierungsprogramm im Wesentlichen bis Ende 2013 abzuschließen.
  • Rückstellungen und Wertberichtigungen betrugen 150,1 Mio EUR und sind um 3,0 % niedriger als im Vorjahr (154,8 Mio EUR). Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds waren die Risikovorsorgen rückläufig. Dies bestätigt das nach wie vor relativ konservative Risikoprofil des Kreditportfolios der Bank. Diese Position beinhaltet bereits eine außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der MKB, einer ungarischen Bank, in Höhe von 26 Mio EUR.
  • Das Jahresergebnis nach Steuern (vor Restrukturierungsaufwendungen von 43,2 Mio EUR) liegt mit 153,2 Mio EUR um 5,7 Mio EUR über dem Wert des Vorjahres (147,5 Mio EUR, ebenfalls vor Restrukturierungsaufwendungen von 20,3 Mio EUR).
  • Die regulatorische Liquidität stieg deutlich auf 7,7 Mrd EUR (31. Dezember 2011: 5,2 Mrd EUR).

Ausblick

Wir rechnen für die kommenden Jahre mit einer schrittweisen Erholung der wirtschaftlichen Situation. Der Wettbewerb unter den Banken wird – vor allem in Österreich – intensiv bleiben. Das Marktumfeld wird auch 2013 durch niedrige Zinsmargen, ein rückläufiges Geschäftsvolumen und regulatorische Auflagen geprägt sein.

Mit Blick auf 2013 bin ich zuversichtlich, dass die BAWAG P.S.K. auf dem richtigen Weg in die Zukunft ist. Die Kapital- und Liquiditätsposition als Basis für ein weiteres Geschäftswachstum ist stark und stabil. Aus dieser starken Position heraus hat die BAWAG P.S.K. Ende Jänner 2013 nicht nur EZB-Refinanzierungsgeschäfte („LTRO“) zurückgeführt, sondern plant darüber hinaus die Rückzahlung des durch die Republik Österreich gezeichneten Partizipationskapitals zu beginnen.

Der Fokus der Bank wird auch 2013 auf dem Kundengeschäft und auf einer weiteren Verbesserung unserer Abwicklungsprozesse liegen. Darüber hinaus konzentriert sich die BAWAG P.S.K. im Hinblick auf eine weitere Senkung der Kostenbasis auf eine Steigerung ihrer Effizienz und Produktivität. Ein wesentliches Ziel wird die erfolgreiche Optimierung durchgängiger Prozesse und die Entwicklung eines noch flexibleren Geschäftsmodells sein.

Das kommende Jahr wird überdies durch die nächsten Schritte der Bank im Rechtsstreit mit der Stadt Linz geprägt sein. Die starke Rechtsposition der Bank hat sich im vergangenen Jahr nicht verändert. Der Vorstand der BAWAG P.S.K. ist überzeugt, dass es im Interesse aller Parteien liegt, eine akzeptable Lösung zur Beilegung dieser Angelegenheit zu finden. Sollte jedoch keine für die BAWAG P.S.K. akzeptable Lösung gefunden werden, werden wir unsere Ansprüche durch alle gerichtlichen Instanzen geltend machen.

Das Geschäftsjahr 2012 war eine Herausforderung für die Bank und ihre Mitarbeiter. Aufgrund der Leistungen unserer Mitarbeiter starten wir in das Jahr 2013 mit einer sehr soliden Kapital- und Liquiditätsbasis, die es uns ermöglicht, unser Kerngeschäft weiterzuentwickeln und auf unseren guten Ergebnissen aufzubauen. Ich möchte daher die Gelegenheit wahrnehmen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement im abgelaufenen Jahr sehr herzlich danken. Die hier beschriebenen Erfolge wären ohne die kontinuierliche Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAWAG P.S.K. nicht möglich gewesen.

 

Byron Haynes

Byron Haynes
Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor
Wien, März 2013

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