Erläuterungen zum Jahresabschluss
Einleitung
Die Berichterstattung des Konzerns erfolgt nach dem Regelwerk der International Financial Reporting Standards (IFRS).
Der Ausweis erfolgt nach dem „Financial Reporting" (FINREP) Schema für Konzernmeldungen an die Oesterreichische Nationalbank (OeNB), welches dem vom Committee of European Banking Supervisors (CEBS) empfohlenen Rahmenwerk für die einheitliche Finanzberichterstattung von international tätigen Banken entspricht. Durch dieses Schema werden die nach IAS 39 vorgeschriebenen Bewertungskategorien deutlich hervorgehoben.
Der Konzern umfasst insgesamt 57 Unternehmungen im In- und Ausland (2008: 48). Die wesentlichen Änderungen im Berichtsjahr waren folgende:
Im Rahmen der Neuordnung des strukturierten Kreditportfolios wurden vier neue Vermögensverwaltungsgesellschaften gegründet, die mittelbar (über vier Holdinggesellschaften) von der Muttergesellschaft des Konzerns gehalten werden. Da diese acht Gesellschaften voll konsolidiert werden und keine neuen Investitionen getätigt wurden, haben sich aus Konzernsicht durch diese Transaktionen keine Änderungen ergeben.
Die Kreditinstitute des Konzerns sind neben der BAWAG P.S.K. die easybank, die Österreichische Verkehrskreditbank, die BAWAG P.S.K. Wohnbaubank, die BAWAG P.S.K. Invest, die slowenische BAWAG Banka d.d. und die BAWAG Malta Bank. Wesentliche Nichtbanken sind die Leasinggruppe, der BAWAG P.S.K. Immobilien-Teilkonzern, die Schuhhandelskette Stiefelkönig sowie die erwähnten neu gegründeten Gesellschaften. Die BAWAG P.S.K.Versicherung wird seit der Abgabe der Mehrheit im Jahr 2007 at-equity bilanziert.
Die Bilanzsumme lag per 31. Dezember 2009 bei 41.225 Mio EUR und konnte praktisch auf Vorjahresniveau gehalten werden.Aktiva
| in Millionen Euro | 2009 | 2008 |
Veränderung
|
|
|---|---|---|---|---|
| Barreserve | 615 |
717 |
-102 | -14,2% |
| Finanzielle Vermögensgegenstände | 14.543 | 14.367 | +176 | +1,2% |
Zum Zeitwert über die GuV geführt |
2.980 |
4.048 |
-1.068 | -26,4% |
Zur Veräußerung verfügbar |
3.250 |
2.492 | +758 | +30,4% |
Bis zur Endfälligkeit gehalten |
6.560 | 5.366 |
+1.194 |
+22,3% |
Handelsbestand |
1.753 |
2.461 |
-708 |
-28,8% |
| Kredite und Forderungen | 24.879 |
25.246 |
-367 | -1,5% |
Kunden |
21.066 | 20.697 | +369 | +1,8% |
Kreditinstitute |
3.813 | 4.549 |
-736 | -16,2% |
| Sicherungsderivate | 33 |
27 |
+6 | +22,2% |
| Sachanlagen | 287 |
379 |
-92 |
-24,3% |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 266 |
295 |
-29 | -9,8% |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 602 |
547 |
+55 |
+10,1% |
| Summe der Aktiva | 41.225 | 41.578 | -353 | -0,8% |
Der Rückgang der Barreserve um 102 Mio EUR (–14,2%) auf 615 Mio EUR ist auf eine stichtagsbedingt geringere Mindestreservehaltung bei der OeNB zurückzuführen.
Zum Zeitwert über die GuV geführte finanzielle Vermögensgegenstände betrugen zum 31. Dezember 2009 2.980 Mio EUR, das sind um 1.068 Mio EUR bzw. um 26,4% weniger als ein Jahr zuvor. Die wesentlichen Ursachen für diese Entwicklung waren neben planmäßigen Tilgungen und Verkäufen im strukturierten Kreditportfolio vor allem Umschichtungen zugunsten einer längerfristigen Investitionsstrategie. Lediglich verschwindend geringe 63 Mio EUR dieser Vermögensgegenstände wurden mit Level-3-Methoden bewertet.
Aufgrund dieser längerfristigen Investitionsstrategie stiegen die Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögensgegenstände von 2.492 Mio EUR im Vorjahr auf 3.250 Mio EUR zum 31. Dezember 2009. Dieser Bilanzposten umfasst neben Beteiligungen in Unternehmen in Höhe von 281 Mio EUR vor allem Investitionen in liquide Bankanleihen.
Auch die Investitionen in der Kategorie Bis zur Endfälligkeit gehalten nahmen aufgrund der Änderung unserer Veranlagungsstrategie um 1.194 Mio EUR oder 22,3% auf 6.560 Mio EUR zu, wobei vor allem in österreichische Unternehmensanleihen und in liquide internationale Bank- und Unternehmensanleihen investiert wurde.
Der Handelsbestand umfasst nicht nur die Positionen des Handelsbuches, sondern auch sämtliche positive Marktwerte von Derivaten, auch wenn diese als Sicherungsgeschäft für das Bankbuch dienen und kein Hedge Accounting angewendet wird. Für den Rückgang um 708 Mio EUR (–28,8%) auf 1.753 Mio EUR waren einerseits die Reduzierung unseres Bestands an Kreditderivaten und andererseits niedrigere Bewertungen bei den sonstigen Derivaten ausschlaggebend. Eine analoge Entwicklung ist auch bei den Handelspassiva zu beobachten.
Die Position Kredite und Forderungen enthält jene Aktivgeschäfte mit Kunden und Kreditinstituten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind. Die Forderungen an Kunden sind im Berichtsjahr mit 21.066 Mio EUR im Wesentlichen unverändert geblieben. Der leichte Anstieg dieses Postens betrifft mit rund 680 Mio EUR die Erhöhung des Kreditvolumens an Unternehmen und sonstige Großkunden.
Die Forderungen an Kreditinstitute gingen von 4.549 Mio EUR im Jahr 2008 auf 3.813 Mio EUR Ende 2009 zurück. Dieser Rückgang ist dadurch bedingt, dass die BAWAG P.S.K.zur Liquiditätsveranlagung stärker auf Assetklassen mittlerer Laufzeiten zurückgreift.
In der Position Sicherungsderivate (aktiv und passiv) werden die Marktwerte der Derivate aus Fair-Value-Hedges ausgewiesen. Beim Fair-Value-Hedge wird ein Vermögenswert oder eine Verpflichtung gegen Marktwertänderungen abgesichert, wobei Wertänderungen des Grund- und des Sicherungsgeschäftes in derselben Periode in der Erfolgsrechnung erfasst werden. Dabei wird das Sicherungsinstrument erfolgswirksam zum Fair Value angesetzt und das Grundgeschäft um jene Fair-Value-Änderungen erfolgswirksam fortgeschrieben, die sich in Bezug auf das abgesicherte Risiko ergeben.
Der Sachanlagenbestand betrug zum 31. Dezember 2009 287 Mio EUR nach 379 Mio EUR im Jahr zuvor. Dieser Rückgang geht auf planmäßige Abschreibungen sowie die Veräußerung nicht mehr genutzter Immobilien zurück.Passiva
| in Millionen Euro | 2009 | 2008 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 38.054 | 39.336 |
-1.282 | -3,3% |
Zum Zeitwert über die GuV geführt |
6.371 | 6.854 | -483 | -7,0% |
Handelsbestand |
2.198 | 2.526 |
-328 | -13,0% |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
29.485 | 29.956 | -471 |
-1,6% |
Kunden |
22.674 | 22.585 | +89 | +0,4% |
Kreditinstitute |
3.468 | 3.668 |
-200 | -5,5% |
Emissionen |
3.343 | 3.703 | -360 |
-9,7% |
| Sicherungsderivate | 60 |
50 |
+10 |
+20,0% |
| Rückstellungen | 441 | 462 |
-21 | -4,5% |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 378 |
404 |
-26 | -6,4% |
| Eigenkapital | 1.919 | 1.138 | +781 |
+68,6% |
| Fremdanteile | 373 |
188 |
+185 |
+98,4% |
| Summe der Passiva | 41.225 | 41.578 | -353 | -0,8% |
Unter Zum Zeitwert über die GuV geführt werden im Rahmen der finanziellen Verbindlichkeiten jene Emissionen und Einlagen ausgewiesen, die zum Marktwert bilanziert werden und nicht dem Handelsbestand angehören. Zum 31. Dezember 2009 beliefen sich diese Verbindlichkeiten auf 6.371 Mio EUR, das waren um 483 Mio EUR oder 7,0% weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Eigenen Emissionen der BAWAG P.S.K. zurückzuführen. Die Sparprodukte, deren Verzinsung nicht nur vom Zinsniveau an sich, sondern auch von anderen Faktoren, wie der Inflationsrate oder der Entwicklung von Indizes, abhängt, erhöhten sich um 90 Mio EUR. Da diesbezügliche Risiken für die BAWAG P.S.K. durch Derivate abgesichert sind, wurden diese Produkte der Kategorie Zum Zeitwert über die GuV zugeordnet, um eine wirtschaftlich korrekte Darstellung sicherzustellen.
Der Handelsbestand verringerte sich 2009 um 328 Mio EUR bzw. 13,0% auf 2.198 Mio EUR. Dieser Rückgang ist, analog zur Aktivseite, großteils auf die Reduzierung unseres Bestands an Kreditderivaten zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden lagen mit 22.674 Mio EUR auf Vorjahresniveau. Bei den Spareinlagen kam es zu einem Rückgang von 865 Mio EUR, welcher jedoch durch eine Steigerung der sonstigen Einlagen (Girokonten, Einlagen von Unternehmen und Privaten) um 954 Mio EUR mehr als ausgeglichen werden konnte.
Die positive Entwicklung der Kundeneinlagen ermöglichte es 2009, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 200 Mio EUR oder 5,5% auf 3.468 Mio EUR zu reduzieren.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Eigenen Emissionen lagen mit 3.343 Mio EUR aufgrund von Tilgungen um 360 Mio EUR unter dem Vorjahresniveau.
Die Rückstellungen gingen um 21 Mio EUR auf 441 Mio EUR zum 31. Dezember 2009 zurück.
Das Eigenkapital erhöhte sich um 781 Mio EUR auf 1.919 Mio EUR. Dafür waren insbesondere die Zeichnung von 550 Mio EUR Partizipationskapital durch die Republik Österreich sowie ein Zuschuss der Eigentümer von 205 Mio EUR ausschlaggebend. Darüber hinaus erfolgte eine Erhöhung der Rücklage aus der Bewertung der zur Veräußerung verfügbaren Vermögensgegenstände in Höhe von 48,3 Mio EUR.
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Millionen Euro | 2009 | 2008 | Veränderung |
|
|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 564,3 |
652,5 | -88,2 |
-13,5% |
| Provisionsüberschuss | 154,8 | 143,9 | +10,9 |
+7,6% |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden ohne Fremdanteile 1) |
138,9 |
-406,3 | +545,2 |
– |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 29,9 |
14,1 | +15,8 |
>+100% |
| Operative Erträge |
887,9 |
404,2 |
+483,7 |
>+100% |
| Verwaltungsaufwand | -517,3 | -617,4 | +100,1 |
+16,2% |
| Planmäßige Abschreibungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | -80,4 | -87,5 | +7,1 | +8,1% |
| Operative Aufwendungen |
-597,7 | -704,9 | +107,2 |
+15,2% |
| Operatives Ergebnis |
290,2 |
-300,7 | +590,9 |
>+100% |
| Rückstellungen und Wertberichtigungen | -236,7 | -281,4 | +44,7 | +15,9% |
| Ergebnis von At-Equity bewerteten Beteiligungen | -8,0 | -32,5 | +24,5 |
+75,4% |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern |
45,5 |
-614,6 | +660,1 |
– |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -59,2 |
89,3 |
-148,5 | – |
| Den Fremdanteilen zurechenbare Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten 1) |
186,6 | -189,5 |
376,1 |
– |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 172,9 |
714,8 |
887,7 |
– |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | -22,2 | -547,5 | +523,3 | +95,9% |
| davon den Fremdanteilen zurechenbar | 195,1 |
-167,3 | 362,4 |
– |
1) Die Position Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten umfasst nach IFRS auch die Bewertung von Wertpapieren, deren Risiko von Minderheitsgesellschaftern getragen wird. Diese Wertpapiere waren im Zeitablauf wesentlichen Marktwertschwankungen unterworfen. Um eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu ermöglichen, wurden die Bewertungsergebnisse, welche den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen sind, in einer eigenen Zeile dargestellt. Im Vergleich zu der im Konzernabschluss nach IFRS dargestellten Gewinn- und Verlustrechnung verringert sich die Position Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten um 186,6 Mio EUR (Vorjahr: erhöht sich um 189,5 Mio EUR). Die oben dargestellte Position Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern ist dementsprechend um 186,6 Mio EUR niedriger (2008: um 189,5 Mio EUR höher) als die im Konzernabschluss nach IFRS dargestellte Position Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern.
Der Nettozinsertrag sank 2009 um 88,2 Mio EUR oder 13,5% auf 564,3 Mio EUR, was insbesondere auf das niedrigere Zinsniveau, einen merklichen Margendruck im Spareinlagengeschäft sowie den Verkauf von Tochterbanken im Vorjahr zurückzuführen ist.
Der Provisionsüberschuss konnte mit 154,8 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr deutlich um 7,6% gesteigert werden. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehr sowie einer Erhöhung der Erträge aus dem Abschluss von Versicherungen und Bausparverträgen zurückzuführen. Im Wertpapier- und Depotgeschäft kam es ebenfalls zu einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.
Die Position Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden wird wesentlich vom Rückgang der Kreditrisikoaufschläge, aber auch von der fortgeführten Restrukturierung unserer Veranlagungen beeinflusst.
Im Rahmen der Risikoverringerung im Bereich des strukturierten Kreditportfolios wurden auch im laufenden Geschäftsjahr risikoreiche Wertpapiere verkauft. Aufgrund der vorsichtigen Bewertung zum 31. Dezember 2008 konnten dabei Buchgewinne von insgesamt 45,9 Mio EUR realisiert werden. Weiters wurden 10,0 Mio EUR an Restrukturierungskosten aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus ergaben sich im Jahr 2009 für das strukturierte Kreditportfolio der Bank Marktwertgewinne von 145,4 Mio EUR.
Demgegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von 55,1 Mio EUR aus der erfolgswirksamen Bewertung der zum Fair Value bilanzierten Eigenen Emissionen, da sich durch eine verbesserte Risikoeinschätzung die Spreads verringerten, was zu einer Erhöhung der Marktwerte führte.
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen entstanden 2009 in Höhe von 29,9 Mio EUR. Dies umfasst u.a. Erlöse aus dem Verkauf nicht mehr genutzter Immobilien sowie aus erhaltenen Schadensersatzleistungen.
Die Verwaltungsaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 517,3 Mio EUR und verringerten sich damit gegenüber 2008 um 100,1 Mio EUR oder 16,2%. Der Rückgang ist in erster Linie auf Einsparungen im Sachkostenbereich in Höhe von 63,5 Mio EUR zurückzuführen.
Die mit 80,4 Mio EUR um 7,1 Mio EUR geringeren Abschreibungen erklären sich durch den weiteren Verkauf von Liegenschaften.
Die Aufwendungen für Rückstellungen und Wertberichtigungen betrugen im Jahr 2009 236,7 Mio EUR. In dieser Zahl sind Abschreibungen in Höhe von 48,1 Mio EUR für jene Teile des strukturierten Kreditportfolios enthalten, die der Kategorie Bis zur Endfälligkeit gehalten gewidmet sind. Das sind 41,2% weniger als im Jahr 2008.
Im Ergebnis von At-Equity bewerteten Beteiligungen (–8,0 Mio EUR) wird der anteilige Jahresverlust der BAWAG P.S.K. Versicherung AG sowie der ZEUS Recovery Fund S.A., der durch die Bewertung von Veranlagungen bedingt ist, ausgewiesen.
Die BAWAG P.S.K. erwirtschaftete 2009 einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 45,5 Mio EUR, nach einem Fehlbetrag von 614,6 Mio EUR im Jahr zuvor.
Der Steueraufwand in Höhe von 59,2Mio EUR ergibt sich im Wesentlichen aus einer Verringerung der aktiven latenten Steuern. Dieser Rückgang ist auf gegenüber dem Vorjahr geringeren Unterschieden in der Bewertung nach Steuerrecht und IFRS zurückzuführen.
Die den Fremdanteilen zurechenbaren Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten betreffen Marktwertschwankungen, welche von Minderheiten getragen werden. In der in den Notes dargestellten IFRS-Gewinn- und Verlustrechnung werden diese Marktwertschwankungen im Posten Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden dargestellt. Um eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu ermöglichen, wurden die Bewertungsergebnisse, welche den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen sind, in der oben dargestellten Gewinn-und Verlustrechnung in einer separaten Zeile ausgewiesen.
Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug 172,9 Mio EUR im Vergleich zu einem Jahresfehlbetrag von 714,8 Mio EUR im Jahr 2008. Der Jahresüberschuss/-fehlbetrag, welcher den Minderheiten zuzurechnen ist (inklusive Gewinne und Verluste aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten), betrug 195,1 Mio EUR (2008: –167,3Mio EUR). Der den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbare Jahresfehlbetrag konnte von 547,5 Mio EUR auf 22,2 Mio EUR reduziert werden.Konzerneigenmittel der BAWAG P.S.K. Kreditinstitutsgruppe nach BWG
| in Millionen Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Grund- und Partizipationskapital | 800 |
250 |
| Rücklagen (inklusive Fonds für Allgemeine Bankrisiken) | 954 |
1.007 |
| Unterschiedsbeträge, Minderheitenanteile und Abzugsposten | 346 |
232 |
| Kernkapital (Tier I) | 2.100 |
1.489 |
| Abzug Beteiligungen | -51 | -56 |
| Kernkapital (Tier I) nach Abzugsposten | 2.049 |
1.433 |
| Rücklage gem. § 57 BWG, Neubewertungsreserve | 85 |
13 |
| Ergänzungs- und Nachrangkapital | 746 | 790 |
| Ergänzende Elemente (Tier II) | 831 | 803 |
| Abzug Beteiligungen | -51 | -56 |
| Anrechenbare Eigenmittel | 2.829 | 2.180 |
| Tier III | 67 |
55 |
| Eigenmittel | 2.896 | 2.235 |
Basis für die Eigenmittelberechnung der Kreditinstitutsgruppe sind die Jahresabschlüsse der einbezogenen Institute nach UGB/BWG. Die deutliche Erhöhung der Eigenmittel stammt in erster Linie aus dem von der Republik Österreich gezeichneten Partizipationskapital von 550 Mio EUR sowie aus dem Kapitalzuschuss von Aktionären in der Höhe von 205 Mio EUR. Zum 31. Dezember 2009 besteht in der BAWAG P.S.K. ein Fonds für Allgemeine Bankrisiken gemäß § 57 Absatz 3 BWG in Höhe von 28 Mio EUR (Vorjahr: 80 Mio EUR).
Eigenmittelerfordernis
| in Millionen Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Kreditrisiko | 1.579 | 1.667 |
| Marktrisiko | 67 |
55 |
| Operationelles Risiko | 150 | 131 |
| Erfordernis | 1.796 | 1.853 |
Damit ergeben sich eine Kernkapitalquote(Tier I) von 10,0% (2008: 6,6%) und eine Eigenmittelquote von 13,6% (2008: 9,8%). Beide Quoten liegen deutlich über den gesetzlichen Mindestanforderungen. Bezogen auf das Kreditrisiko (ohne Berücksichtigung des operationellen Risikos) beträgt die Kernkapitalquote (Tier I) 10,4% (2008: 6,9%).
