Weitere Informationen nach IFRS
30 | Fair Value
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair Values der Bilanzpositionen. Dabei handelt es sich um jene Beträge, zu denen die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien gehandelt hätten werden können. Sofern Marktpreise von Börsen oder anderen funktionsfähigen Märkten verfügbar waren, wurden diese angesetzt.
Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche „State of the Art“-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für die Kategorie „Verbriefte Verbindlichkeiten (Eigene Emissionen)“, Structured Credit Transaktionen, für die keine aktiven Märkte existieren, und vereinzelt für das Sonstige Finanzumlaufvermögen im Nostroportfolio; bei „Plain Vanilla“-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Creditspreads.
Die "Fair Value"-Bewertung der Kundengeschäftspositionen berücksichtigt pauschale Credit Spreads für einzelne Kundenkategorien. Die pauschalen Credit Spreads wurden auf Basis einer Kundensegmentierung angesetzt: Kreditinstitute, Kommerzkunden, öffentlicher Sektor, Privatkunden, bei denen zusätzlich eine Differenzierung zwischen Hypothekarkrediten und sonstigen Krediten vorgenommen wird. Methodisch werden die Credit Spreads für das Kundengeschäft aufgrund von Analysen sowohl externer Daten (Markt, Statistiken der OeNB) als auch interner Ausfallsstatistiken abgeleitet.
Bei linearen, derivativen Finanzinstrumenten, die keine optionalen Komponenten beinhalten (wie z.B. Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte), wird ebenso die Barwertmethode angewandt (Abzinsung zukünftiger Cashflows mit der aktuellen Swapkurve).
Für optionale Instrumente werden marktübliche Optionspreismodelle wie Black Scholes (Swaptions, Cap, Floor), Garman-Kohlhagen (Währungsoptionen) sowie das Hull-White-Modell (Swaps mit mehrfachen Kündigungsrechten) verwendet, die in den Frontofficesystemen konsistent implementiert und angewandt werden.
Die den Modellen zugrunde liegenden Parameter (Zinskurven, Volatilitäten, FX-Kurse) werden unabhängig von den Treasuryabteilungen vom Bereich Market Risk in die Frontofficesysteme übertragen, wodurch eine Trennung von Markt und Marktfolge sichergestellt ist.
Bei komplexeren Derivaten, die zu Hedgezwecken abgeschlossen wurden und back to back geschlossen sind, wird in vereinzelten Segmenten auf eine externe Bewertung zurückgegriffen, die vom Bereich Market Risk eingeholt und zur korrekten Weiterverarbeitung in die Systeme übertragen wird.
Zur Evaluierung der Spreads der „Fair Value through Profit and Loss“ gewidmeten Eigenen Emissionen wurden marktübliche Anbieter wie Bloomberg für Covered Bonds (Spreads aus Benchmarkanleihen) und Markit für Senior- und Ergänzungskapitalanleihen herangezogen (CDS-Spreads). Die Wertpapierkurse der BAWAG P.S.K- Emissionen errechnen sich dann durch Diskontierung der um den Spread adaptierten Swapkurve.
Im Jahr 2008 betrug der Anteil der Fair-Value-Änderung der Eigenen Emissionen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen (nach Saldierung des Aktiv- und Passivbestandes) ergeben hat, + 229,2 Mio EUR. Zum 31. Dezember 2008 beträgt die kumulierte Fair-Value-Änderung, die auf Bonitätsveränderungen zurückzuführen ist, + 298 Mio EUR.
Im folgenden Jahr würde sich bei einer Verengung des Creditspreads um einen Basispunkt eine Fair-Value-Änderung von -1,4 Mio EUR ergeben.
Die kumulierte Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen beträgt zum 31. Dezember 2008 + 2 Mio EUR.
Für Teile der verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten mit unbestimmter Zinsbindung wurde der Fair Value dem Bilanzwert gleichgesetzt.
Fair Value von ausgewählten Bilanzpositionen
Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich der Buchwerte und Fair Values der einzelnen Bilanzposten.
| in Millionen Euro | Buchwert 12/2008 | Fair Value 12/2008 | Buchwert 12/2007 | Fair Value 12/2007 |
|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | ||||
| Barreserve |
717 | 717 | 945 |
945 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögensgegenstände | 4.048 | 4.048 | 5.815 | 5.815 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
2.492 | 2.492 | 285 | 285 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
5.366 | 4.956 | 6.094 | 5.896 |
| Handelsaktiva | 2.461 | 2.461 | 1.430 | 1.430 |
| Kredite und Forderungen |
25.246 | 25.592 | 26.552 | 26.490 |
| Sicherungsgeschäfte | 27 | 27 | - |
- |
| Sachanlagen | 379 | k.A. | 170 | k.A. |
davon investment properties |
82 | 92 |
- | - |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 295 | k.A. | 340 |
k.A. |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 547 | k.A. | 680 |
k.A. |
| Langfristige Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden | - | - | 2.536 | k.A. |
| Summe Aktiva | 41.578 | 44.847 | ||
| PASSIVA | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 6.854 | 6.854 | 7.226 | 7.226 |
| Handelsbestand | 2.526 | 2.526 | 3.252 | 3.252 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 29.956 | 29.817 | 29.811 | 29.689 |
| Sicherungsgeschäfte | 50 | 50 | - | - |
| Rückstellungen | 462 | k.A. | 518 | k.A. |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 404 | k.A. | 371 | k.A. |
| Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden | - | - | 1.539 | k.A. |
| Eigenkapital | 1.138 | k.A. | 1.752 | k.A. |
| Fremdanteile | 188 | k.A. | 378 | k.A. |
| Summe Passiva | 41.578 | 44.847 |
In den „Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten“ sind Unternehmensanteile in Höhe von 284 Mio EUR enthalten. Der Buchwert wurde dem Fair Value gleichgesetzt, da ein Marktwert großteils nicht verlässlich ermittelt werden kann.
31 | Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung gem. IAS 14 zeigt eine primäre Gliederung nach Geschäftsbereichen und eine sekundäre Gliederung nach Regionen.
Im laufenden Geschäftsjahr wurde die primäre Gliederung um das Segment „Structured Credit“ erweitert. Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.
Die Geschäftsfeldrechnung unterscheidet folgende Geschäftsfelder:
- Das Geschäftsfeld „Privat- und Geschäftskunden“ umfasst das Retailgeschäft über die Filialen, den Postvertrieb, den mobilen Vertrieb und das e-banking. Nach Kunden gegliedert umfasst das Segment die unselbständig Erwerbstätigen sowie Klein- und Mittelbetriebe.
- Das Geschäftsfeld „Firmenkunden“ umfasst den öffentlichen Sektor, institutionelle Kunden wie Sozialversicherungsträger sowie nationale und internationale Großkunden. National werden Kunden ab einem bilanziellen Umsatz von 4 Mio EUR diesem Segment zugeordnet.
- Das Geschäftsfeld „Financial Markets“ umfasst die Treasuryaktivitäten des Konzerns (mit Ausnahme der strukturierten Kreditportfolios), insbesondere das Ergebnis des Bankbuchs und der Emissionstätigkeit.
- Das Geschäftsfeld „Immobilien und Leasing“ beinhaltet das Ergebnis der entsprechenden Töchter und der Kreditfinanzierungen für Immobilienprojekte.
- Das Geschäftsfeld „Structured Credit Book“ betrifft das strukturierte Kreditportfolio der BAWAG P.S.K.
- Das Geschäftsfeld „Sonstige Positionen“ umfasst Erträge aus Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, Konsolidierungseffekte und atypische Ergebnisse.
Die Verteilung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die Aufwendungen werden verursachungsgerecht den jeweiligen Segmenten zugeteilt.
Der Erfolg des jeweiligen Geschäftsfeldes wird am von diesem Segment erwirtschafteten Jahresüberschuss vor Steuern gemessen.
Primäre Gliederung nach Geschäftsbereichen
| in Millionen Euro | Privat- und Geschäfts-kunden | Firmen-kunden | Financial Markets | Immobilien und Leasing | Structured Credit Book | Sonstiges | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 2008 |
436,5 | 145,9 | 20,2 | 31,0 | 48,9 | -30,0 | 625,5 |
| 2007 | 403,1 | 101,3 | -32,6 | 29,5 | 62,1 | 39,5 | 602,9 | |
| Provisionsüberschuss | 2008 |
83,3 | 59,4 | -6,8 | 3,3 | - | 4,7 | 143,9 |
| 2007 | 89,8 | 64,2 | 0,3 | 0,9 | - | -9,7 | 145,5 | |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden | 2008 |
6,7 | 25,6 | 35,0 | 5,7 | -957,1 | 288,2 | -595,8 |
| 2007 | -24,1 | 6,9 | 70,8 | 8,9 | -412,0 | 349,0 | -0,5 | |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 2008 |
0,3 | 0,2 | 0,8 | 23,7 | - | -10,9 | 14,1 |
| 2007 | 32,4 | 6,1 | -11,1 | 47,5 | - | 26,4 | 101,3 | |
| Verwaltungsaufwand | 2008 |
-399,0 | -90,3 | -36,6 | -28,1 | - | -63,4 | -617,4 |
| 2007 | -391,3 | -98,5 | -25,2 | -29,6 | - | -4,9 | -549,5 | |
| Planmäßige Abschreibungen aus immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen | 2008 |
-43,5 | -9,6 | -3,0 | -5,7 | - | -25,6 | -87,5 |
| 2007 | -53,4 | -12,7 | -3,7 | -13,2 | - | -23,8 | -106,8 | |
| Rückstellungen und Wertberichtigungen | 2008 |
-77,2 | -70,8 | -19,9 | -21,6 | -82,3 | -9,5 | -281,4 |
| 2007 | -51,6 | -17,0 | -27,3 | -29,7 | -32,8 | -599,6 | -758,0 | |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 2008 |
- | - | - | - | - | -32,5 | -32,5 |
| 2007 | - | - | - | - | - | -0,9 | -0,9 | |
| Jahresüberschuss/–fehlbetrag vor Steuern | 2008 | 7,0 | 60,3 | -10,3 | 8,4 | -990,3 | 121,0 | -804,1 |
| 2007 | 4,9 | 50,3 | -28,8 | 14,3 | -382,7 | -224,2 | -566,0 | |
| Risikogewichtete Aktiva | 2008 |
4.268,6 | 7.086,4 | 2.340,7 | 2.207,1 | 4.081,3 | 1.132,7 | 21.116,9 |
| 2007 | 6.662,3 | 6.607,4 | 4.386,5 | 2.051,7 | 2.529,0 | 2.668,3 | 24.905,2 |
Gliederung nach regionalen Gesichtspunkten
| in Millionen Euro | Österreich | Westeuropa | Mittel- und Osteuropa | Nordamerika | Übrige Welt | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettozinsertrag | 2008 |
450,1 | 143,5 | 50,8 | 6,1 | 2,0 | 652,5 |
| 2007 | 467,3 | 61,0 | 67,1 | 4,8 | 2,7 | 602,9 | |
| Provisionsüberschuss | 2008 |
141,1 | -1,0 | 3,7 | 0,1 | - |
143,9 |
| 2007 | 132,6 | 2,5 | 10,2 | 0,1 | 0,1 | 145,5 | |
| Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden | 2008 |
156,3 | -880,6 | 268,0 | -139,5 | - | -595,8 |
| 2007 | 347,9 | -210,8 | 9,5 | -147,2 | - | -0,5 | |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 2008 |
13,0 | 0,8 | 0,2 | - | - | 14,1 |
| 2007 | 95,4 | 5,1 | 0,8 | - | - | 101,3 | |
| Verwaltungsaufwand | 2008 |
-569,5 | -14,6 | -33,3 | - | - | -617,4 |
| 2007 | -495,5 | -3,2 | -50,8 | - | - | -549,5 | |
| Planmäßige Abschreibungen aus immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen | 2008 |
-82,5 | - | -4,9 | - | - | -87,5 |
| 2007 | -99,2 | -0,1 | -7,5 | - | - | -106,8 | |
| Rückstellungen und Wertberichtigungen | 2008 |
-143,0 | -67,6 | -18,0 | -49,2 | -3,6 | -281,4 |
| 2007 | -717,4 | -39,6 | 0,3 | -0,7 | -0,5 | -758,0 | |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 2008 |
-32,5 | - | - | - | - | -32,5 |
| 2007 | -0,9 | - | - | - | - | -0,9 | |
| Jahresüberschuss/–fehlbetrag vor Steuern | 2008 |
-67,0 | -819,5 | 266,5 | -182,5 | -1,6 | -804,1 |
| 2007 | -269,7 | -185,3 | 29,8 | -143,1 | 2,3 | -566,0 |
Die geografische Gliederung der Geschäftsfelder Firmenkunden und Treasury erfolgt nach dem Sitz der Vertragspartei, die Zuordnung der übrigen Segmente nach dem Sitz der jeweiligen Konzerngesellschaft.
32 | Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Forderungen und Verbindlichkeiten der BAWAG P.S.K. Gruppe gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ergeben sich in nachfolgend dargestellter Höhe. Die Geschäftsbeziehungen zu diesen Unternehmen erfolgen zu banküblichen Konditionen.
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Forderungen gegenüber Kreditinstituten | – | – |
| Forderungen gegenüber Kunden | 121 | 93 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 121 | 93 |
| |
||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 108 | 58 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 108 | 58 |
In dieser Tabelle werden nur Forderungen und Verbindlichkeiten ausgewiesen (keine Wertpapiere).
Im Jahr 2008 beliefen sich die Zinserträge aus Geschäften mit verbundenen Unternehmen auf 16 Mio EUR (2007: 30 Mio EUR), die Zinsaufwendungen auf 8 Mio EUR (2007: 2 Mio EUR).
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Forderungen gegenüber Kreditinstituten | – | – |
| Forderungen gegenüber Kunden | 229 | 363 |
| Risikovorsorge | – | – |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 229 | 363 |
| |
||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – | 1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 181 | 90 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 181 |
91 |
In dieser Tabelle werden nur Forderungen und Verbindlichkeiten ausgewiesen (keine Wertpapiere).
33 | Angaben zu nahe stehenden Personen und Unternehmen
Eigentümer
- 99,62 % BAWAG Holding GmbH
- 0,38 % Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH
Die Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH ist zu 100 % im Eigentum der BAWAG Holding GmbH (ehemals: Pa-Zweiundfünfzigste WTP Beteiligungsverwaltungs GmbH).
Die BAWAG Holding GmbH (im Folgenden kurz BAWAG Holding) wird zu 100 % von der niederländischen Finanzholding Promontoria Sacher Holding B.V. gehalten, welche wiederum zu 100 % im Eigentum einer niederländischen Finanzholding ist, der Promontoria Sacher Coöperatie U.A. Letztere wird zu 51,25 % von der niederländischen Finanzholding BAWAG Holdings Coöperatie U.A. gehalten. Die BAWAG Holdings Coöperatie U.A. steht in direktem und indirektem Eigentum eines Konsortiums, das u.a. die Österreichische Post AG, die Generali Holding AG und die Wüstenrot Verwaltungs- und Dienstleistungen GmbH umfasst, und wird geführt von verschiedenen privaten Investmentfonds, die ihrerseits mit Cerberus verbunden sind und wie auch Cerberus letztlich unter der Kontrolle von Stephen A. Feinberg stehen.
Weiters bestehen Geschäftsbeziehungen mit folgenden Cerberus nahe stehenden Unternehmen:
- Bank Leumi (Kontoverbindungen, Linien)
- BAWAG Holding GmbH (Girokonto, Termineinlage)
- Chrysler Management Austria GmbH (Girokonto, Aval)
- Dolphin Auto Trust (Kredit)
- GMAC Bank GmbH (Girokonten)
- GMAC International Finance BV (Girokonto)
- GMAC Leasing GmbH (Girokonten, KFZ Leasing)
Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Beteiligungen der BAWAG P.S.K.
BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft
Die Geschäftsbeziehungen der BAWAG P.S.K. mit der BAWAG P.S.K. Versicherung AG, die mehrheitlich im Eigentum des Generali-Konzerns steht, umfassen Wertpapierdepots und Girokonten, wobei die Konditionengestaltung marktüblich ist. Zur Absicherung und Regelung der Zusammenarbeit der BAWAG P.S.K. mit der Generali bestehen drittübliche Verträge, z.B. Kooperationsvertrag, Lizenzvertrag, Provisionsvereinbarung usw. Zur Stärkung der Eigenmittel der Versicherung vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise wurden im Geschäftsjahr 2008 Gesellschafterzuschüsse geleistet und Ergänzungskapital der BAWAG P.S.K. Versicherung AG gezeichnet.
Versicherungsdienst der BAWAG P.S.K. GmbH
Im Geschäftsjahr 2007 wurde auch eine Minderheitsbeteiligung am Versicherungsmakler der BAWAG P.S.K., dem „Versicherungsdienst BAWAG P.S.K. GmbH“, an die Generali verkauft. Für die Vermittlung von Versicherungsverträgen erhält die BAWAG P.S.K. marktübliche Provisionen.
Omnitec Informationstechnologie-Systemservice GmbH
Die BAWAG P.S.K. ist über eine Tochtergesellschaft zu 50 % Eigentümer der Omnitec Informationstechnologie-Systemservice GmbH. Die restlichen 50 % gehören der Österreichischen Post Aktiengesellschaft. Unternehmensgegenstand sind die Planung, die Errichtung und der Betrieb eines einheitlichen IT-Systems für die Postämter, dessen Applikationen sowohl von der Post als auch von der BAWAG P.S.K. genutzt werden können.
BAWAG Allianz Vorsorgekasse AG
2008 wurde die BAWAG Allianz Mitarbeitervorsorgekasse AG in BAWAG Allianz Vorsorgekasse AG umbenannt. Die Vorsorgekasse steht je zur Hälfte im Eigentum der BAWAG P.S.K. Gruppe und der Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft. Das veranlagte Vermögen betrug per Ende 2008 rund 325 Mio EUR und wird zur Hälfte von der BAWAG P.S.K. Invest GmbH und der Allianz Investment Bank zu drittüblichen Konditionen verwaltet.
Foundationsquartier GmbH
Die geschäftliche Partnerschaft zwischen Generali und BAWAG P.S.K. wurde im März 2008 durch eine kulturelle Partnerschaft vertieft: Die gemeinsame Gesellschaft „Foundationsquartier GmbH“ organisiert Ausstellungen für beide Eigentümer.
Die BAWAG P.S.K. Gruppe hält 33,33 % an der Gesellschaft.
P.S.K. Zahlungsverkehrsabwicklungs GmbH
Der Zahlungsverkehr der BAWAG P.S.K. wurde per 25.09.2003 in die P.S.K. Zahlungsverkehrsabwicklungs GmbH, kurz ZVG, ausgelagert und befindet sich zu 99,2 % im direkten Eigentum der BAWAG P.S.K. Seither wird der Zahlungsverkehr aller Gesellschafter (zumeist BAWAG P.S.K. Konzernunternehmen) dort abgewickelt und ohne Gewinnzuschlag verrechnet. Über die Zahlungsverkehrskooperation mit der s IT Solutions bietet die ZVG eine mandantenfähige Plattform für den elektronischen Zahlungsverkehr, die alle Anforderungen von SEPA (Single Euro Payments Area) abdecken kann.
Verbundene, jedoch nicht konsolidierte Gesellschaften der Immobiliengruppe und Leasinggruppe
Folgende Gesellschaften sind indirekt 100-%-Tochtergesellschaften der BAWAG P.S.K.:
- BAWAG Leasing & fleet Kft (Ungarn)
- BAWAG Leasing & fleet Sp.z.o.o. (Polen)
- BAWAG Leasing & fleet s.r.o. (Tschechien)
- BAWAG Leasing & fleet s.r.o. (Slowakei)
- BAWAG Leasing Zrt. (Ungarn)
- BAWAG Real Estate Leasing s.r.o. (Tschechien)
- BAWAG Leasing s.r.o. (Slowakei)
- BPLCZ One s.r.o. (Tschechien)
- CVG Immobilien GmbH
- Gara RPK Grundstücksverwaltungsgesellschaft m.b.H.
- IDG Immobilien Development GmbH & Co KG
- IDG Immobilien Development GmbH
- Ingebe Immobilienhandels- und vermittlungs GmbH
- MARVE Immobilienentwicklungsgesellschaft m.b.H.
- RF 2 BPI Holding GmbH & Co. KG.
- Plato Grundstücksverwertungs GmbH
- PT Immobilienleasing GmbH
- RF BAWAG Leasing Gesellschaft m.b.H.
Folgende Leasinggesellschaften werden indirekt von der BAWAG P.S.K. und jeweils einem Kooperationspartner gehalten: die Kommunalleasing GmbH (50 %), die Realplan Beta Liegenschaftsverwertung GmbH (50 %), die HFE Alpha Handels-GmbH (50 %) und die Generali Leasing GmbH (25 %).
Die Immobiliengesellschaft B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH wird gemeinsam mit zwei Kooperationspartnern zu je einem Drittel gehalten.
Die Refinanzierung über die BAWAG P.S.K. erfolgt ohne Risiko- und Gewinnaufschlag. Seitens der BAWAG P.S.K. Leasing GmbH wird für die Geschäftsführung ein Verwaltungskostenbeitrag verrechnet.
Auslandsgesellschaften
Die BAWAG P.S.K. hat über einen Verwaltungsvertrag mit einer Treuhandgesellschaft aus Liechtenstein maßgeblichen Einfluss auf folgende liechtensteinische Stiftungen:
- Bensor Stiftung
- Biamo Foundation
- Glen Star Foundation
- Treval Stiftung
Diese Stiftungen üben keine Geschäftstätigkeit aus, müssen aber aufgrund von Besserungsvereinbarungen (ausgenommen Glen Star Foundation) mit den nachfolgend angeführten Gesellschaften aufrecht erhalten bleiben:
- Austost Anstalt, Liechtenstein
- Shrivenham Ltd., Irland
- Austinvest Anstalt, Liechtenstein
- Austost Handels und Treuhand Limited, Guernsey
Austost Anstalt (Liechtenstein), Austinvest Anstalt (Liechtenstein), Austost Handels und Treuhand Ltd. (Guernsey), Polestar Ltd. (Liechtenstein, Irland), Cromer Finance Ltd. (British Virgin Islands), Rail Trans Invest Ltd. (Irland) und Celeste Trust reg. (Liechtenstein) üben keine aktive Tätigkeit aus und sollen mittelfristig liquidiert werden.
Die Rail Trans Invest Ltd. (Irland) sowie die BAWAG Finance Holding Ltd. (Irland) befinden sich in Liquidation. BAWAG International Finance Ltd. (Irland) übt keine aktive Geschäftstätigkeit mehr aus und soll im Jahr 2009 liquidiert werden.
Shrivenham Ltd. (Irland) und Datchet Ltd. (Irland) sind keine Beteiligung der BAWAG P.S.K. Es besteht eine Call-Option auf den Erwerb der Gesellschaftsanteile und eine Genehmigungs- und Entlastungserklärung der BAWAG P.S.K. zugunsten der derzeitigen Gesellschafter und Geschäftsführer aus Liechtenstein.
BAWAG Investments Ltd. (Jersey) wird zu 100 % indirekt von der BAWAG P.S.K. gehalten. Die Geschäftstätigkeit ist auf Veranlagungsgeschäfte fokussiert und erfolgt zu marktüblichen Konditionen.
Im Geschäftsjahr 2008 sind einige Gesellschaften neu hinzugekommen, um ein neues Geschäftsfeld zu unterstützen. Folgende Gesellschaften werden nicht konsolidiert:
- BAWAG P.S.K. Jersey Auto Finance Ltd. (Jersey, 100 %, noch keine Geschäftstätigkeit)
- Auto Finance Jersey I Ltd. (Jersey, 100 %, noch keine Geschäftstätigkeit)
- Auto Finance Jersey II Ltd. (Jersey, 100 %, noch keine Geschäftstätigkeit)
- Vindobona Gamma S.a.r.l. (Luxemburg, 100 %, noch keine Geschäftstätigkeit)
- Vindobona alpha S.a.r.l. (Luxemburg, 100 %); diese Gesellschaft wurde für die private Krankenversicherung von ausländischen Mitarbeitern, Vorständen der BAWAG P.S.K. und deren Angehörigen gegründet.
- BAWAG P.S.K. Equity Finance Ltd. (Jersey, 100 %, noch keine Geschäftstätigkeit)
Sonstige vertragliche Beziehungen mit nahe stehenden Gesellschaften
Seit 2001 besteht für die B.I.S. BAWAG Internet Services GmbH eine in Höhe und Laufzeit unbefristete Patronatserklärung der BAWAG P.S.K. Weiters hat die BAWAG P.S.K. gegenüber der Plato Grundstücksverwertung GmbH eine vollumfängliche Schad- und Klagloserklärung aus Schäden, Rechtsstreitigkeiten und Vermögensnachteilen abgegeben.
Die BAWAG P.S.K. hat anlässlich des Verkaufs der Cosmos Elektrohandels GmbH und Co KG eine Patronatserklärung für die Verkäuferin, die Lethe Leasing GmbH, abgegeben. Die Lethe Leasing GmbH ist eine indirekte Tochtergesellschaft der BAWAG P.S.K.
Private Equity – Venture-Capital-Gesellschaften
Darunter fallen neben einigen Minderheitsbeteiligungen auch die 50-%-Beteiligung an der Athena Wien Beteiligungen AG sowie die 100-%-Beteiligung an der uni venture Beteiligungs AG.
Die Geschäftsbeziehungen zur BAWAG P.S.K. unterliegen marktüblichen Konditionen, mit folgender Ausnahme: Es erfolgt keine Personalverrechnung der Tätigkeit von BAWAG P.S.K.-Mitarbeitern für univenture.
Verkauf von Aktien an der MKB Bank Zrt.
Die P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH hat im Dezember 2008 70.472 Stück Aktien (entspricht einem Anteil von 0,5 %) an der ungarischen MKB Bank Zrt. an die Saberasu Japan Investments II B.V. verkauft. Letztere wird von der CERBERUS CAPITAL MANAGEMENT, L.P., kontrolliert. Der Verkauf erfolgte zum anteiligen Buchwert der MKB-Aktien nach UGB in der P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH.
Angaben über Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates
Der Aufwand für die Bezüge des aktiven Vorstands betrug im abgelaufenen Jahr 7.108 Tsd EUR (2007: 6.418 Tsd EUR), an Pensionen für ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 2.765 Tsd EUR (2007: 2.591 Tsd EUR) aufgewendet. Für 2008 erfolgten keine Bonuszahlungen an die Mitglieder des Vorstands. Die Aufsichtsratsvergütungen beliefen sich auf 289 Tsd EUR (2007: 212 Tsd EUR).
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen beliefen sich für den Vorstand und leitende Angestellte auf 16.760 Tsd EUR (2007: 14.487 Tsd EUR), für die anderen Arbeitnehmer auf 35.214 Tsd EUR (2007: 29.092 Tsd EUR).
Zum 31. Dezember 2008 bestand bei vier Vorständen eine Pensionsregelung. Für direkte Leistungszusagen wurden in der Bilanz Rückstellungen gebildet. Die Pensionsansprüche von drei Vorständen waren in eine Pensionskasse ausgelagert.
Drei Vorstandsmitglieder verließen auf eigenen Wunsch während des Jahres die Bank, ein Vorstandsmandat endete pensionsbedingt mit 31. Dezember 2008. Im abgelaufenen Jahr wurden zwei neue Vorstandsmitglieder bestellt.
Zum Bilanzstichtag haften keine Kredite an Mitglieder des Vorstands aus (2007: 356 Tsd EUR). Die Summe der Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich auf 42 Tsd EUR (2007: 46 Tsd EUR). Die Rückzahlung der Organkredite erfolgte entsprechend den Vertragsbedingungen.
Nicht alle leitenden Angestellten haben eine Pensionszusage. Die leitenden Angestellten, die über eine Pensionszusage verfügen, haben Ansprüche aufgrund der Pensionsreform 1961 oder eine individuelle Zusage. Für alle Mitarbeiter besteht gemäß Pensionskassen-Kollektivvertrag eine Anwartschaft auf eine Pensionskassen-Pension.
Nachstehend werden die Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen und deren Familienangehörigen dargestellt, wobei die Konditionen (mit Ausnahme der Mitglieder des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates) fremdüblich sind.
| in Tausend Euro | Stand zum 31. Dezember 2008 | Stand zum 31. Dezember 2007 |
|---|---|---|
| Kredite | 42 |
40.388 |
Das ehemalige Vorstandsmitglied Jochen Bottermann steht der BAWAG P.S.K. im Jahr 2009 noch als Konsulent zur Verfügung.
Das von der Hauptversammlung genehmigte Vergütungsschema für Aufsichtsratsmitglieder sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates 60.000 EUR, der stellvertretende Vorsitzende 40.000 EUR und die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates je 30.000 EUR pro Kalenderjahr erhalten. In der ordentlichen Hauptversammlung vom 16. April 2008 wurde folgende zusätzliche Vergütung beschlossen: Die Vorsitzenden des Kredit- und des Prüfungsausschusses erhalten jeweils 20.000 EUR und jedes sonstige Mitglied des Kredit- und des Prüfungsausschusses erhält 10.000 EUR.
In 2008 haben Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands einen langfristigen Vergütungsplan mit der BAWAG Holdings Coöperatie U.A., einer Konzerngesellschaft der BAWAG P.S.K. Gruppe, abgeschlossen. Dieser Plan stellt einen langfristigen Prämienplan dar, welcher auf der Schaffung von Unternehmenswert aufbaut. Die Ansprüche sind nach einer durchschnittlichen Periode von vier Jahren ausübbar, wobei dies teilweise von der durchgehenden Beschäftigung und teilweise von der Erreichung von ergebnisbasierten Zielen der BAWAG P.S.K. abhängt. Aufgrund der vertraglichen Konditionen hatten die Ansprüche zum Zeitpunkt der Gewährung keinen Wert und dementsprechend wurde keine Verbindlichkeit im Konzernabschluss 2008 erfasst. Der zukünftige Wert des Vergütungsplans ist in Anbetracht des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds ebenfalls unsicher.
34 | Angaben gemäß IFRS 5 – Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
Die Vermögenswerte und Schulden aller Tochterunternehmen sowie jener Beteiligungen, deren Verkaufsprozess zum 31. Dezember 2007 bereits eingeleitet war, wurden in der Konzernbilanz im Vorjahr als Summe unter den Posten „Langfristige Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden“ und „Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden“ ausgewiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der zum 31. Dezember 2007 zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und umfasst folgende Unternehmen:
- L. Bösendorfer Klavierfabrik GmbH
- ATV Privat TV Services AG
- Istrobanka a.s.
- BAWAG Bank CZ a.s.
- Diverse Liegenschaften (Bürogebäude und Filialen)
| in Millionen Euro | 31.12.2007 | davon konsolidiert 31.12.2007 | davon nicht konsolidiert 31.12.2007 |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden |
2.318 |
34 | 2.284 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Zentralbanken |
29 | - | 29 |
| Finanzielle Vermögensgegenstände designiert als zum Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt |
60 | - | 60 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
- | - | - |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
114 | - | 114 |
| Handelsbestand | 3 | 1 | 2 |
| Kredite und Forderungen |
1.982 | 33 | 1.949 |
| Sachanlagen | 72 | - | 72 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 43 | - | 43 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 15 | - |
15 |
| Langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung gehalten werden | 252 | - | 252 |
| Assoziierte Unternehmen | - | - | - |
| Immobilien | 252 | - | 252 |
| Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden |
2.054 | 515 | 1.539 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 2.009 | 513 | 1.496 |
| Rückstellungen | 5 | - | 5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 41 | 2 | 39 |
Die Verkaufsprozesse der Beteiligungen an der slowakischen Istrobanka, der BAWAG Bank CZ in Tschechien sowie an der L. Bösendorfer Klavierfabrik GmbH und der ATV Privat TV Services AG wurden 2008 abgeschlossen. Die Unternehmen wurden daher im laufenden Geschäftsjahr endkonsolidiert.
Die Verkaufsabsicht der zum 31. Dezember 2007 unter „Langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung gehalten werden“ ausgewiesenen Immobilien wurde 2008 aufgegeben und die Liegenschaften wurden zum 31. Dezember 2008 unter den Sachanlagen dargestellt.
35 | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
Bei den angeführten Werten, insbesondere den Wertpapieren, handelt es sich um Buchwerte der BAWAG P.S.K. (Einzelinstitut) gemäß BWG.
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Abgetretene Forderungen und Wertpapiere zugunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG |
1.112 |
1.108 |
| Sicherstellung zugunsten der Europäischen Investitionsbank |
519 | 665 |
| Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen | 38 | 54 |
| Deckungsstock für fundierte Anleihen |
3.210 | 3.426 |
| Sonstige Sicherstellungen |
35 | 35 |
| Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 4.914 | 5.288 |
36 | Gesamtbetrag der besicherten Schulden
Den in der Vortabelle angeführten Sicherheiten stehen folgende Verbindlichkeiten der BAWAG P.S.K. (Einzelinstitut) gegenüber:
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Durch abgetretene Forderungen besicherte Verbindlichkeiten zugunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG |
1.112 |
1.108 |
| Verbindlichkeiten Refinanzierung Europäische Investitionsbank |
414 | 450 |
| Mündelgeldspareinlagen | 36 | 33 |
| Durch Deckungsstock für fundierte Anleihen besicherte Verbindlichkeiten |
2.533 | 2.827 |
| Gesamtbetrag besicherter Schulden | 4.095 | 4.418 |
37 | Nachrangige Vermögensgegenstände
In den Aktivposten der Bilanz sind folgende nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 56 |
48 |
| Nachrangige Vermögensgegenstände, die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden |
26 | 76 |
| Nachrangige Vermögensgegenstände | 82 | 124 |
38 | Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Eventualforderungen | - |
- |
| Eventualverbindlichkeiten |
1.600 | 2.658 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 1.586 | 2.009 |
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten | 14 | 649 |
| Kreditrisiken | 10.300 | 11.549 |
Der Rückgang der sonstigen Eventualverbindlichkeiten betrifft den Wegfall der Istrobanka und der BAWAG Bank CZ.
Die Position „Kreditrisiken“ enthält als wichtigsten Bestandteil die nicht ausgenützten Rahmen im Kreditgeschäft.
39 | Fremdwährungsvolumina
In der BAWAG P.S.K. Gruppe wurden zum 31. Dezember 2008 Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in folgenden Fremdwährungen gehalten:
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| USD | 2.088 |
1.894 |
| CHF |
3.400 | 3.136 |
| JPY | 282 | 98 |
| SKK |
6 | 977 |
| CZK |
101 | 773 |
| Sonstige |
398 | 700 |
| Fremdwährung |
6.275 | 7.578 |
| Euro |
35.303 | 37.269 |
| Gesamtaktiva | 41.578 | 44.847 |
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| USD | 1.533 |
1.632 |
| CHF |
1.531 | 1.182 |
| JPY | 693 | 572 |
| SKK |
6 | 840 |
| CZK |
5 | 587 |
| Sonstige |
1.000 | 619 |
| Fremdwährung |
4.768 | 5.432 |
| Euro |
36.810 | 39.415 |
| Gesamtpassiva | 41.578 | 44.847 |
Die Tabelle enthält ausschließlich Bilanzpositionen und gibt keine Hinweise auf offene Devisenpositionen.
40 | Echte Pensionsgeschäfte
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Pensionsnehmer – Forderungen Kreditinstitute | - |
260 |
| Pensionsgeber – Verbindlichkeiten Kreditinstitute |
-643 | -2.323 |
| Pensionsgeschäfte | -643 | -2.063 |
41 | Leasinggeschäfte
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Bruttoinvestitionswertes auf den Barwert, gegliedert nach Restlaufzeiten:
| 31.12.2008 in Millionen Euro | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag der ausstehenden Leasingraten (Bruttoinvestitionswert) |
175 | 763 | 707 |
1.645 |
| Noch nicht realisierte Finanzerträge | 3 | 77 | 185 | 265 |
| Forderungen aus finance lease (Nettoinvestitionswert) |
172 | 687 | 494 | 1.353 |
| 31.12.2007 in Millionen Euro | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag der ausstehenden Leasingraten (Bruttoinvestitionswert) |
163 | 807 | 607 |
1.577 |
| Noch nicht realisierte Finanzerträge | 9 | 73 | 115 | 197 |
| Forderungen aus finance lease (Nettoinvestitionswert) |
155 | 734 | 453 | 1.342 |
Die Wertberichtigung der uneinbringlichen Mindestleasingzahlungen beträgt 0,0 Mio EUR (2007: 0,0 Mio EUR).
42 | Liste ausgewählter Beteiligungen
Die folgende Tabelle zeigt die konsolidierten Tochtergesellschaften der BAWAG P.S.K. Gruppe:
| Konsolidierte Gesellschaften nach IFRS zum 31.12.2008 | Einbezugsmethode | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| Banken | ||
BAWAG P.S.K. AG, Wien |
V | 100,00% |
BAWAG Banka d.d., Ljubljana |
V | 100,00% |
BAWAG Malta Bank Limited, Sliema |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. Invest GmbH, Wien |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. Wohnbaubank Aktiengesellschaft, Wien |
V | 100,00% |
easybank AG, Wien |
V | 100,00% |
Österreichische Verkehrskreditbank AG, Wien |
V | 100,00% |
| Immobilien | ||
BAWAG P.S.K. IMMOBILIEN AG, Wien |
V | 100,00% |
BPI Holding GmbH & Co KEG., Wien |
V | 100,00% |
BPI Holding GmbH & Co. Immobilien und Anlagen KG., Wien |
V | 99,65% |
BPI Holding GmbH, Wien |
V | 100,00% |
CARNI Industrie-Immobiliengesellschaft m.b.H., Wien |
V | 100,00% |
R & B Leasinggesellschaft m.b.H., Wien |
V | 100,00% |
RVG Realitätenverwertungsgesellschaft m.b.H., Wien |
V | 100,00% |
| Leasing | ||
BAWAG P.S.K. Fuhrparkleasing GmbH, Wien |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. Kommerzleasing GmbH, Wien |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. MOBILIENLEASING KG., Wien |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. LEASING GmbH, Wien |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. MOBILIENLEASING GmbH, Wien |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. Vermietungs- und Leasing GmbH, Wien |
V | 100,00% |
B.L.H. BAWAG Leasing Holding GmbH, Wien |
V | 100,00% |
Gara Feuerwehrzentralen Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien |
V | 100,00% |
Hafner See-Liegenschaftsverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien |
V | 100,00% |
HBV Holding und Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien |
V | 100,00% |
KLB Baulandentwicklung GmbH, Wien |
V | 100,00% |
M. Sittikus Str. 10 Errichtungs GmbH., Wien |
V | 100,00% |
P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien |
V | 100,00% |
RF 17 BAWAG Immobilienleasing GmbH, Wien |
V | 100,00% |
RF elf Realitätenverwertungsgesellschaft m.b.H., Wien |
V | 100,00% |
RF fünfzehn BAWAG Mobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien |
V | 100,00% |
RF sechs BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. KG., Wien |
V | 100,00% |
RF zwölf BAWAG Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien |
V | 100,00% |
START Immobilienleasing GmbH, Wien |
V | 100,00% |
| Sonstige Nichtbanken | ||
BAWAG CAPITAL FINANCE II LIMITED, Jersey |
V | 100,00% |
BAWAG CAPITAL FINANCE III LIMITED, Jersey |
V | 100,00% |
BAWAG CAPITAL FINANCE LIMITED, Jersey |
V | 100,00% |
BAWAG Finance Malta Ltd., Sliema |
V | 100,00% |
BAWAG Investments Ltd., Jersey |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. Capital Advisors Ltd., London |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. Jersey Capital Limited, Jersey |
V | 100,00% |
BAWAG P.S.K. Versicherung AG, Wien |
E | 49,99% |
Bodensee Limited, Sliema |
V | 51,00% |
BV Holding GmbH, Wien |
V | 100,00% |
BV Vermögensverwaltung GmbH, Wien |
V | 100,00% |
FCH beta Finanzierungsvermittlung GmbH, Wien |
V | 100,00% |
P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien |
V | 100,00% |
Rhein Limited, Grand Cayman |
V | 51,00% |
Stiefelkönig Schuhhandels Gesellschaft m.b.H., Graz |
V | 100,00% |
ZEUS Recovery Fund S.A, Luxembourg |
E | 50,00% |
43 | Kapitalmanagement
Das österreichische Bankwesengesetz (BWG) verlangt die Einhaltung einer Mindesteigenmittelquote, welche in Abhängigkeit von den risikogewichteten Aktiva berechnet wird. Das Kapitalmanagement der BAWAG P.S.K. erfolgt auf Basis der Eigenmittel im Sinne des BWG, diese entsprechen jedoch nicht dem Eigenkapital nach IFRS. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel werden je nach Qualität in die drei Kategorien Tier I bis III eingeteilt, wobei bestimmte Anrechnungsgrenzen für Tier II und III bestehen.
Die österreichische Bankenaufsicht prüft die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalerfordernisse sowohl für die BAWAG P.S.K. AG als Einzelunternehmen als auch für die Kreditinstitutsgruppe als Ganzes.
Das Kapitalmanagement ist im Bereich Treasury (Aktiv-Passiv-Steuerung) angesiedelt. Zentrale Aufgabe ist die laufende Beobachtung der Geschäftsentwicklung der Bank und der Abgleich der Veränderungen der risikogewichteten Aktiva mit dem zur Verfügung stehenden regulatorischen Eigenkapital. Zu Beginn jedes Geschäftsjahres werden die budgetierten Geschäftsvolumina mit der erwarteten Veränderung der anrechenbaren Eigenmittel abgeglichen. Dabei wird nicht nur die Einhaltung der Mindestanforderungen simuliert, sondern es werden auch die von der BAWAG P.S.K. definierten Größen zur Erreichung des angestrebten Ziel-Ratings überwacht. Neben den risikogewichteten Aktiva geht das Eigenmittelerfordernis für das Wertpapierhandelsbuch unter Anwendung eines internen VaR-Modells in die Berechnung ein. Ebenso werden geplante Veränderungen im Beteiligungsportefeuille (Veränderung des Konsolidierungskreises) simuliert.
Die Ergebnisse dieser Analysen werden im Asset Liability Committee (ALCO) diskutiert, das gegebenenfalls Empfehlungen zur Stärkung der Eigenkapitaldecke an den Gesamtvorstand ausspricht.
Die BAWAG P.S.K. überwacht die Einhaltung der vorgeschriebenen Eigenmittelquoten laufend. Basis sind dabei die zum Monatsultimo erstellten Meldungen an die Oesterreichische Nationalbank sowie die Beobachtung der Geschäftsentwicklung. Die Entwicklung wird regelmäßig an das ALCO und den Gesamtvorstand berichtet.
Die Kernkapitalquote (Tier I) von 6,6 % sowie die Eigenmittelquote von 9,8 % liegen deutlich über dem gesetzlichen Mindesterfordernis. Bezogen auf das Kreditrisiko (ohne Berücksichtigung des operationellen Risikos) beträgt die Kernkapitalquote (Tier I) 6,9 %.
Die folgende Tabelle zeigt das Eigenmittelerfordernis gemäß BWG und die Zusammensetzung der Eigenmittel der Kreditinstitutsgruppe auf Ebene der BAWAG P.S.K.:
| in Millionen Euro | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 250 | 250 |
| Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken) | 1.007 | 1.467 |
| Unterschiedsbeträge, Minderheitenanteile und Abzugsposten | 232 | 396 |
| Kernkapital (Tier I) | 1.489 | 2.113 |
| Abzug Beteiligungen | -56 | -46 |
| Kernkapital (Tier I) nach Abzugsposten | 1.433 | 2.067 |
| Rücklage gem. § 57 BWG, Neubewertungsreserve | 13 | 15 |
| Ergänzungs- und Nachrangkapital | 790 | 898 |
| Ergänzende Elemente (Tier II) | 803 | 913 |
| Abzug Beteiligungen | -56 | -46 |
| Anrechenbare Eigenmittel | 2.180 | 2.934 |
| Tier III | 55 | 36 |
| Eigenmittel | 2.235 | 2.970 |
Den Eigenmitteln steht folgendes Eigenmittelerfordernis gegenüber:
| Kreditrisiko | 1.667 | 1.992 |
|---|---|---|
| Marktrisiko | 55 | 36 |
| Operationelles Risiko | 131 | – |
| Eigenmittelerfordernis | 1.853 | 2.028 |
