Vorwort des Generaldirektors

Gen. Dir. Dkfm. Johann ZwettlerDie Weltwirtschaft erzielte 2004 das höchste Wachstum seit rund 11/2 Jahrzehnten. Dank der regen Exportdynamik erreichte das Wirtschaftswachstum in Österreich 2004 – ebenso wie im Euro-Raum – fast 2 Prozent. Die bescheidene Konjunkturerholung in der ersten Jahreshälfte wurde schon im 2. Halbjahr durch die zunehmende Kaufzurückhaltung der Konsumenten, den starken Anstieg des Euro-Kurses und hohe Rohölpreise gebremst. Auf dem Zinssektor ist die erwartete Steigerung der Kapitalmarktsätze ausgeblieben, während die Geldmarktsätze auf einem sehr tiefen Niveau unverändert blieben. Trotz diesen wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen konnten wir erneut ein außerordentlich gutes Konzernergebnis erzielen.

Durch die Übernahme des Aktienpakets der Bayerischen Landesbank per 30. Juni 2004 hat der ÖGB die BAWAG wieder in 100 % österreichischen Besitz übergeführt. Diese Entwicklung beweist das Vertrauen des ÖGB in unsere Bankengruppe und bestätigt die Verbundenheit zwischen dem ÖGB und der BAWAG seit ihrer Gründung.

Im Rahmen der bisher weitreichendsten Kooperation der österrei- chischen Bankengeschichte hat unsere Unternehmensgruppe Anfang des letzten Jahres ihre Zahlungsverkehrsaktivitäten mit der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG gebündelt. Rund 40 % der Zahlungsverkehrstransaktionen Österreichs werden künftig im Rahmen dieser Zusammenarbeit abgewickelt. Seit der im dritten Quartal des vergangenen Jahres abgeschlossenen Verschmelzung der LBA Landesbausparkasse AG mit der Bausparkasse Wüstenrot AG kooperiert die BAWAG P.S.K. Gruppe im Bauspargeschäft exklusiv mit Wüstenrot und ist an dem neuen Bausparpartner mit rund 7,4 % beteiligt.

Unserem erklärten Ziel, weiterhin die führende Privatkundenbank Österreichs zu bleiben, sind wir mit der im Herbst 2004 erfolgreich abgeschlossenen zweiten Stufe unseres modernen Kernbankensystems „allegro“ einen beträchtlichen Schritt näher gekommen. Nach der vollständigen Ersetzung des bisherigen Systems der BAWAG im laufenden Jahr werden in einem vierten Schritt sämtliche Kunden und Produkte der P.S.K. in das neue System übergeführt, so dass in Zukunft an jeder Geschäftsstelle des größten, zentral gesteuerten Vertriebs Österreichs sämtliche Kunden unserer Gruppe noch besser serviciert werden können.

Mit der Übernahme der tschechischen Tochterbank der Dresdner Bank Frankfurt, die im Herbst des letzten Jahres erfolgreich abgeschlossen wurde, setzte die BAWAG P.S.K. Gruppe ihre Expansion in Zentraleuropa fort und verdoppelte ihre Präsenz in der Tschechischen Republik auf einen Schlag. Nach der für das erste Halbjahr 2005 geplanten Fusion unserer beiden Tochterbanken beabsichtigen wir künftig in der Tschechischen Republik insbesondere durch eine deutliche Ausweitung des Retailgeschäfts, profitabel zu wachsen. Um unsere Vertriebsbasis im erweiterten Heimmarkt weiter auszubauen, wird die BAWAG P.S.K. Gruppe im ersten Halbjahr 2005 auch eine Tochterbank in Slowenien gründen. Die jüngste Auslandsbanktochter der Gruppe wird sich vorerst auf die slowenischen Kommerzkunden konzentrieren. Ähnlich wie bei anderen Tochterbanken in Zentral- und Osteuropa wird das Retailgeschäft mittelfristig sukzessive aufgebaut werden.

Ohne die großartige Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hätten wir die Herausfor- derungen des letzten Jahres bestimmt nicht so bravourös meistern können. Wir haben zahlreiche neue Kunden gewonnen und unsere Marktanteile in vielen Segmenten ausweiten können und dies während wir eines der europaweit größten EDV-Projekte verwirklichen. Für diese großartigen Leistungen bedanke ich mich ausdrücklich bei all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zweifelsohne das wertvollste Kapital unserer Unternehmensgruppe darstellen.

Auch möchte ich all unseren Kunden für ihr Vertrauen und ihre Treue sowie unserem Aktionär für seine Unterstützung abschließend meinen Dank aussprechen.

2003 » Gen. Dir. Dkfm. Johann Zwettler / Signatur
Generaldirektor
Dkfm. Johann Zwettler
Vorsitzender des Vorstands

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