Vorwort des Generaldirektors

Gen. Dir. Dkfm. Johann Zwettler2003 war gesamtwirtschaftlich gesehen ein schwieriges Jahr. Vor allem in der ersten Jahreshälfte waren keinerlei Anzeichen eines Aufschwungs spürbar. Die Zinsen waren im Euroraum extrem volatil und fielen zum Teil auf historische Tiefstwerte. Erst gegen Ende des Jahres kam es zu Konjunkturbelebungen und damit auch wieder zu einer steileren Zinskurve. Trotzdem ist es uns gelungen, auch unter diesen wirtschaftlich schwierigen Rahmen- bedingungen ein gutes Konzernergebnis zu erzielen.

Im April des abgelaufenen Jahres kam es in unserem Haus zu einem Wechsel an der Führungsspitze: Generaldirektor Helmut ELSNER trat nach 48 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in unserem Institut in den wohlverdienten Ruhestand.

Trotz interner Neustrukturierungen standen auch 2003 unsere Kunden und deren Bedürfnisse im Mittelpunkt. Mit großem Elan verfolgten die BAWAG und die P.S.K. beharrlich ihr ehrgeiziges Vorhaben, sich als die kundenfreundlichste und schlagkräftigste Bankengruppe zu positionieren. So wurde im Juni 2003 unser hochmodernes Technologiezentrum in der Buchengasse, Wien 10, eröffnet, in dem u.a. unser Rechenzentrum sowie unsere neu gegründete Zahlungsverkehrsabwicklungsgesellschaft Platz finden. Einen guten Start verzeichnete auch die BAWAG Allianz Mitarbeitervorsorgekasse. Sie konnte sich sowohl auf der Arbeitgeber- als auch auf der Arbeitnehmerseite als kompetenter Partner etablieren und einen beachtlichen Marktanteil von 17 % erreichen.

Unserem erklärten Ziel, allen Kunden bestes Service zu bieten, sind wir im abgelaufenen Jahr einen großen Schritt näher gekommen. Im September 2003 erreichten wir den ersten Meilenstein auf unserem Weg zum zukunftsweisenden, neuen Kernbankensystem „allegro“. Bis Ende 2004 wird das bisherige System der BAWAG komplett ersetzt worden sein. Ab 2005 werden BAWAG und P.S.K. über eine einheitliche IT-Plattform verfügen, welche die gegenseitige Servicierung all unserer Kunden in 1.800 Geschäftsstellen ermöglichen wird.

Die internationale Strategie setzten wir durch die Eröffnung einer 100 %igen Tochterbank in Malta fort, wodurch die Präsenz unserer Gruppe außerhalb Österreichs nach der Slowakischen Republik, der Tschechischen Republik und Ungarn in einem weiteren designierten Mitglied der EU verstärkt wird. Mit der gänzlichen Übernahme der Interbanka, die neben dem Firmenkundengeschäft und der Immobilienfinanzierung auf Export- und Handels- finanzierungen spezialisiert ist, verfolgten wir weiter unsere Zentraleuropastrategie. Nach dem Vorbild unserer 100 %igen slowakischen Tochter Istrobanka wird bei der Interbanka das Retailgeschäft forciert werden. Wir sind zuversichtlich, dass die Tochterbanken in Zentral- und Osteuropa, insbesondere im Privatkundengeschäft, eine dynamische Entwicklung nehmen werden, und die gute Ertragskraft unserer Unternehmensgruppe künftig weiter verstärken werden.

Nicht zuletzt gilt mein Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne deren unermüdlichen Einsatz die Herausforderungen des Vorjahres nicht zu bewältigen gewesen wären. Sie waren mit außergewöhnlichen Belastungen besonders im Rahmen der Einführung unseres neuen Kernbankensystems „allegro“ konfrontiert und machten es dennoch möglich, dass wir in vielen Segmenten Marktanteile dazu gewinnen konnten. Danken möchte ich vor allem auch den Kunden und Freunden unserer Gruppe für ihr Vertrauen und ihre Treue sowie unseren Aktionären für ihre Unterstützung.

2003 » Gen. Dir. Dkfm. Johann Zwettler / Signatur
Generaldirektor
Dkfm. Johann Zwettler
Vorsitzender des Vorstands

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